Gestiegene und sehr volatile Energiekosten haben Unternehmen in den letzten Jahren gezwungen, ihre Produktionsprozesse kritischer zu betrachten. Besonders dort wo Stickstoff regelmäßig benötigt wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die bisherige Versorgung. Denn wer Stickstoff weiterhin in Flaschenbündeln oder Tanks einkauft, macht sich nicht nur von Lieferanten, Logistik und Preisentwicklungen abhängig, sondern bezahlt häufig auch für mehr als nur Infrastruktur, Transport und Sicherheitshandling, als eigentlich notwendig wäre.
Gerade deshalb lohnt sich aktuell ein genauer Blick auf die eigene Stickstoffversorgung. Denn während Einkaufspreise für Energie und Gas schwanken, eröffnet die Eigenerzeugung via Stickstoffgenerator neue Spielräume für Kostenkontrolle und Versorgungssicherheit.

Stickstoff: Ein „unsichtbarer“ Kostentreiber
Ob Inertisieren, Verpacken, Spülen, Laserschneiden, in der Elektrofertigung, Lebensmittelindustrie, Pharmaindustrie oder Kunststoffverarbeitung – Stickstoff ist in vielen Branchen unverzichtbar. Traditionell wird er jedoch in Flaschen, Bündeln oder als Flüssigstickstoff bezogen.
Das Problem: Die Gesamtkosten sind oft höher und unberechenbarer als gedacht. Denn sie setzen sich zusammen aus:
• reinen Gaskosten
• Liefer- und Logistikkosten
• Tank- oder Flaschenmieten
• Zuschlägen (Transport, Energie, Gefahrgut)
• Verlusten durch Verdampfung oder Restmengen
Diese laufenden Kosten sind zudem marktabhängig und steigen insbesondere in Zeiten hoher Energiepreise deutlich an.
Energiepreise treiben Umdenken in der Industrie
Die Herstellung und Verflüssigung von Stickstoff ist energieintensiv. Steigende Strompreise wirken sich daher direkt auf die Lieferpreise aus. Gleichzeitig kommen Transportkosten und Lieferkettenrisiken hinzu.
Für Unternehmen bedeutet das:
Stickstoff wird zunehmend zu einem volatilen Betriebsstoff statt zu einer planbaren Größe.
Genau hier setzt die Eigenerzeugung an: Aus Druckluft wird Stickstoff
Stickstoff selbst erzeugen: Prinzip und Technologie
Ein Stickstoffgenerator produziert das Gas direkt vor Ort, aus ganz normaler Umgebungsluft.
Technisch wird Ihre Umgebungsluft zunächst verdichtet aufbereitet. Da Luft zu rund 78 Prozent aus Stickstoff und zu rund 21 Prozent aus Sauerstoff besteht, kann der Stickstoff anschließend über eine Membrantechnik oder PSA-Technologie vom Sauerstoff getrennt werden.
Die wichtigsten Technologien:
• PSA (Pressure Swing Adsorption) – für höchste Reinheiten bis 99,999 %
• Membrantechnik – für robuste Anwendungen mit geringeren Reinheitsanforderungen
Das System arbeitet in Kombination mit einer Druckluftanlage und liefert Stickstoff exakt in der benötigten Menge und Qualität – rund um die Uhr.

Wirtschaftlichkeit: Vom Kostenblock zur kalkulierbaren Größe
1. Deutliche Einsparungen im laufenden Betrieb
Unternehmen sparen durch Eigenerzeugung typischerweise 40–75 % der bisherigen Stickstoffkosten ein.
Der Grund:
• Wegfall von Lieferkosten
• Keine Miet- oder Vertragsgebühren
• Keine Verluste durch Verdampfung oder Lagerung
2. Schnelle Amortisation
Die Investition rechnet sich oft bereits nach 1 bis 2 Jahren, in vielen Fällen sogar schneller.
3. Planbare Betriebskosten
Nach der Anschaffung bestehen die Kosten hauptsächlich aus:
• Stromverbrauch
• Wartung
Damit wird Stickstoff von einer volatilen Ausgabe zu einer stabil kalkulierbaren Betriebsgröße.
Unabhängigkeit als strategischer Vorteil
Neben den reinen Kosten bietet die Eigenerzeugung einen entscheidenden strategischen Vorteil: Versorgungssicherheit.
Mit einem Stickstoffgenerator:
• entfallen Lieferengpässe und Wartezeiten
• bleibt die Produktion unabhängig von externen Anbietern
• kann flexibel auf Bedarfsspitzen reagiert werden
Gerade bei schwankender Nachfrage oder kritischen Prozessen ist das ein enormer Vorteil.
Energieeffizienz: Der Schlüssel zur Gesamtoptimierung
Natürlich benötigt auch ein Stickstoffgenerator Energie – doch moderne Systeme sind auf hohe Effizienz ausgelegt.
Zudem gilt:
Wer die Eigenerzeugung in ein optimiertes Druckluftsystem integriert, kann zusätzliche Einsparpotenziale erschließen, etwa durch:
• drehzahlgeregelte Kompressoren
• intelligente Steuerung
• bedarfsgerechte Produktion
So wird Stickstoff nicht nur günstiger, sondern auch energieeffizienter bereitgestellt.
Nachhaltigkeit nicht vergessen
Ein oft übersehener Vorteil: Auch aus ökoligischer Sicht kann die Eigenversorgung sinnvoll sein. Wird Stickstoff vor Ort erzeugt, entfallen regelmäßige Transporte für Flaschen, Bündel oder Flüssigstickstoff. Zusätzlich entstehen weniger Verluste durch Lagerung, Verdampfung oder Restmengen. Unternehmen, die auf Eigenerzeugung setzen, reduzieren somit ihren ökologischen Fußabdruck deutlich.

Fazit: Jetzt der richtige Zeitpunkt für den Umstieg
Die Kombination aus steigenden Energiepreisen, unsicheren Lieferketten und wachsendem Kostendruck macht eines klar:
Die klassische Stickstoffversorgung stößt an viele ihre Grenzen.
Die Eigenerzeugung mit Stickstoffgeneratoren bietet hingegen:
• kalkulierbare Kosten
• schnelle Amortisation
• hohe Versorgungssicherheit
• maximale Flexibilität
• bessere Energie- und CO₂-Bilanz
Unser Tipp von Druckluft Könitzer
Wenn Sie regelmäßig Stickstoff einsetzen, lohnt sich eine individuelle Wirtschaftlichkeitsanalyse fast immer. Entscheidend ist dabei nicht nur der Preis des Generators, sondern die Gesamtsystembetrachtung aus Druckluft, Verbrauch und Anwendung.
Druckluft Könitzer unterstützt Sie dabei, die passende Grundlage für eine effiziente Stickstoffversorgung zu schaffen und betrachtet Ihr komplettes System von der Analyse der vorhandenen Druckluftanlage bis hin zur Auslegung einer bedarfsgerechten Lösung für die Stickstofferzeugung vor Ort.
Telefon: 09123 94 24 0
E-Mail: info@druckluft-koenitzer.de
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